Das Lichtbogenspritzen gibt es seit Anfang des 19. Jahrhunderts.
Hierbei werden zwei gleiche oder annähernd gleiche Drahtlegierungen mittels Lichtbogen zu feinsten Tröpfchen zerstäubt. Diese Metallspritzdrähte werden zu je 15kg/Spulen als Ø 1,6 mm oder Ø 2 mm durch Drahthersteller produziert. Es handelt sich um gegossene Legierungen, die durch Drahtzieher auf entsprechende kleinere Abmessungen verjüngt werden.
Aber es gibt auch um umhüllte Drähte. Meistens wird hierbei eine Aluminium- oder Edelstahlumhüllung gewählt, die dann z.B. mit Nickel oder Wolframcarbiden etc. gefüllt und verpresst werden. Das Lieferprogramm ist umfangreich und wird speziell auf Kundenwünsche und Verfügbarkeit abgestimmt. Für sehr spezielle, innovative Anwendungen müssen die idealen Werkstoffe mit den optimalen Parameter u.U. zunächst ermittelt werden.
Die wichtigsten Parameter bei Lichtbogenspritzen sind das Zerstäubergas (meist Druckluft), die elektrische Spannung (V), die verwendete Stromstärke (A) und die Spritzzusatzstoffe. Die Verarbeitung erfolgt nach DIN EN ISO 14919.
Unsere neuste Praxair CoArc 9910/9935 Lichtbogenanlage zeichnet sich durch hervorragenden Pull-Betrieb bis zu 350 Ampere aus. Die innovative Stromquelle mit dem Touch-Display überwacht alle wichtigen Daten und steuert diese absolut gleichmäßig aus.
Die Eckdaten beim Lichtbogenspritzen sind beeindruckend. Es werden Partikeltemperaturen - je nach Metalllegierung - von ca. 4.000°C erreicht. Die Partikelgeschwindigkeiten liegen je nach Düsengeometrie und Druckluftdurchsatz bei ca. 150 - 200m/s. Es können im Maximum bis zu 20kg/h Drahtwerkstoff verarbeitet werden. Aufgrund der hohen Temperatur von bis zu 4.000°C erzeugen die Partikel auf der fettfreien und aufgerauhten Werkstückoberfläche eine partielle Mikroverschweißung.
Das Lichtbogenspritzen ist aufgrund des Standard-Stromanschlusses von "nur" 380V und der Verwendung von sauberer, trockener Druckluft auch mobil einsetzbar und gilt mit als günstigstes Beschichtungsverfahren durch thermisches Spritzen.
Trotzdem sollte im Interesse von Spritzpersonal und Umwelt immer bedacht werden, das gerade beim Lichtbogenflammspritzen enorme Mengen an Werkstoff im Prozess nicht auf das Werkstück gelangen und daher fachgerecht abgesaugt werden müssen. Vielfach liegt der Overspray-Anteil bei 50%. Diese Feinstpartikel müssen aufgefangen und mit ausreichender Absaugleistung zu einem geeigneten Auffangbehälter weitergeleitet werden.
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