Lichtbogenspritzen - Bearbeitung und Schutz
Im nachfolgenden Text vermitteln wir ihnen zum Lichtbogenspritzen einige Hinweise zur fachgerechten Ver- und Bearbeitung und den notwendigen Schutzvorkehrungen aus Sicht eines Lohnbeschichters.
Das Lichtbogenspritzen ist eines der ältesten Verfahren beim Flammspritzen und doch hört man relativ wenig über dieses kostengünstige und auftragshohe (kg/h) Spritzverfahren. Selbstverständlich setzt das Lichtbogenspritzen entsprechend geschultes Personal, den gut ausgebildeten Flammspritzer, voraus. Die Cremer Beschichtungstechnologie GmbH ist eine nach GTS und DIN EN ISO 9001:2008 zertifizierte Metallspritzerei. Unser Unternehmen wird jährlich auditiert und wir schulen unsere Mitarbeiter kontinuierlich weiter.
In diesen Schulungen werden die fachgerechten Arbeitsschritte beim Lichtbogenspritzen kontinuierlich weiter verbessert und optimiert. Hierbei stehen das Aufrauen der zu beschichtenden Oberflächen als erstes im Fokus. Auf dem fettfreien und vorgewärmten Bauteilbereich wird mit sauberen Korund oder Stahlkies nach DVS Merkblatt 2307-1 entsprechend vorgearbeitet. Dabei wird häufig nach SA3 ½ die zu spritzende Oberfläche gestrahlt um beste Oberflächeneigenschaften zu erzielen.
Optimal ist das unmittelbare Aufspritzen mit den entsprechenden korrosions-und verschleißfesten Drähten. Hierbei ist strikt nach dem Arbeitsschutz beim Flammspritzen DVS 2302 Teil 2 und beim Lichtbogenspritzen Merkblatt DVS 2307-3 zu arbeiten. Stets ist dabei vom Flammspritzer auch auf den richtigen Atem-, Augen- und Gehörschutz zu achten.
Die entsprechenden Lüftungs- und Absaugvorrichtungen müssen für die MAK-Werte (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration) ausgelegt sein. Die entsprechenden Anlagen dienen nicht nur zum Schutz des ausführenden Flammspritzers, auch die restlichen Personen im Unternehmen für Flammspritztechnik müssen vor schädlichen Einflüssen geschützt werden. Eine solche Absaugung mit entsprechender Verrohrung muss bis zu einem hohen 5-stelligen Betrag investiert werden.
Im stationären Betrieb sind nicht nur die Lichtbogenanlage und die Absaugung nötig, sondern auch eine Schallschutzkabine. Diese Schallschutzkabine hat zum einen die Aufgabe die Lärmbelastung zu senken, zum anderen wird aber auch das Ausbreiten der Spritzstäube und der UV-Strahlung wirksam verhindert. Zudem verhindert eine solche Spritzkabine Augenschäden (verblitzte Augen) bei Personen, die nicht unmittelbar mit dem Spritzvorgang beschäftigt sind und daher nicht sachgemäß ausgerüstet und geschützt sind.
Beim Lichtbogenspritzen entstehen sehr feine Staubpartikel, die bei dem hohen Materialdurchsatz von bis zu 20kg/h explosionsgefährdete Bereiche ausbilden. Die entsprechenden Absauganlagen müssen daher auch für den EX-Schutz eingerichtet sein. Bitte beachten Sie auch, das meist Nickel, Chrom, Aluminium, Molybdän, Wolfram, Kupfer und Eisen als Hauptbestandteile mit ihren Vor-und Nachteilen beim Lichtbogenspritzen verwendet werden.
Wie man durch die verschiedenen Flammspritzverfahren die Steigerung von Produktivität und Leistungen technischer Anlagen und Maschinen erhöht, erfahren Sie auf unserer Homepage unter dem Themenbereich Grundlagen Flammspritzen...